{"id":252,"date":"2010-01-25T23:03:40","date_gmt":"2010-01-25T22:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=252"},"modified":"2012-01-27T20:46:36","modified_gmt":"2012-01-27T19:46:36","slug":"classic-album-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=252","title":{"rendered":"Classic Album Review"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In Zeiten, in denen alles neu und hip sein muss und die Medien ein Tempo vorlegen, dass jenseits von Gut und B\u00f6se liegt \u2013 in solchen Zeiten m\u00f6chte ich die Notbremse ziehen, einen Gang zur\u00fcckschalten und mich aufs Wesentliche konzentrieren; eine Rubrik schaffen, in der in jeder Ausgabe ein von mir subjektiv ausgesuchter Meilenstein der Musikgeschichte vorgestellt wird. Wir fangen an mit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>BEACH BOYS \u2013 PET SOUNDS<\/strong> (1966)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/beach-boys-pet_sounds.jpg\" rel=\"lightbox[252]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-253\" title=\"beach-boys-pet_sounds\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/beach-boys-pet_sounds-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/beach-boys-pet_sounds-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/beach-boys-pet_sounds-300x300.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/beach-boys-pet_sounds.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich vor ca. 2 Jahren meinen Kumpel Thomas Reinke nach seinem Lieblingsalbum aller Zeiten fragte, antwortete er ohne zu \u00fcberlegen: \u201ePet Sounds von den Beach Boys !\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBeach Boys ?\u201c, dachte ich, \u201edie sind mir irgendwie zu fr\u00f6hlich, um so etwas zu behaupten&#8230;.\u201c. Da ich aber nicht an der Kompetenz des ehemaligen Plattenverk\u00e4ufers Thomas zweifeln wollte, befasste ich mich gr\u00fcndlich mit diesem Album, allein schon aus dem Grund, weil es mindestens zu 75 % in jeder Top 5 Liste auftauchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine hohen Erwartungen wurden keinesfalls entt\u00e4uscht und ich war \u00fcberrascht von den orchestral-poppigen Songs, mit den vielen Feinheiten, die man erst bei intensiverem Hinh\u00f6ren wahrnimmt. Die versteckte Melancholie gepaart mit den aufwendig arrangierten Gesangslinien garantieren G\u00e4nsehaut-Feeling. Trotzdem war dieses Album zu seiner Zeit ein Flop \u2013 die Songs waren den Fans zu innovativ, zu k\u00fcnstlerisch, denn Pop-Vision\u00e4r Brian Wilson hat diesen Klassiker in einer Zeit komponiert, in der LP\u00b4s mehr als Single Kollektion dienten und nicht konzeptionell gestaltet wurden. Desweiteren wurde dieses Album von den Strandjungen selbst produziert, was auch untypisch f\u00fcr diese Zeit war und sogar die Beatles f\u00fcr ihr leg\u00e4nderes \u201eSgt. Pepper\u201c Album beeinflusste. Songs wie \u201eWouldn\u00b4t it be nice\u201c oder \u201eGod only knows\u201c haben Jahrzehnte \u00fcberlebt und z\u00e4hlen noch heute zu den Lieblingsst\u00fccken vieler Musiker, weshalb ich dem geneigten Leser dieses Album w\u00e4rmstens ans Herz lege.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>THE CURE &#8211; PORNOGRAPHY<\/strong> (1982)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/989r.jpg\" rel=\"lightbox[252]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-254\" title=\"989r\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/989r-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/989r-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/989r-300x300.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/989r.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist Sonntag und es l\u00e4uft Top Of The Pops im Fernsehen. Ein auf Koks h\u00e4ngender junger und stylisher Moderator k\u00fcndigt irgendwelche miesen Chartbands an \u2013 langweilig. Doch pl\u00f6tzlich nimmt die Sendung eine Wendung und ich reagiere wie ein 14-j\u00e4hriger als meine Jugendhelden The Cure angek\u00fcndigt werden \u2013 ein super Song von einer super Band. In diesem Zuge werde ich quasi gezwungen ein Review \u00fcber diese Band zu schreiben, aber welches Album sollte ich mir vornehmen ? Die Sache war dann relativ klar und ich entschloss mich ihr 4tes, d\u00fcsteres und nihilistisches Album \u201ePornography\u201c zu reviewen. 1982 war das Jahr, wo die Band ihren Tiefpunkt erreichte \u2013 Drogensucht und Streit hatten die Band entzweit, was man auch in den morbiden Texten wiederfindet. \u201eIt doesn\u00b4t matter if we all die\u201c \u2013 mit diesen Worten beginnt das Album und diese Stimmung zieht sich durch das ganze Album. Die Songs gl\u00e4nzen durch monotonen Minimalismus,\u00a0 pr\u00e4gnante Basslinien, Drumcomputer \u00e4hnliche Schlagzeugrhythmen und seltsam ruhigen und introvertierten Gesang eines Robert Smith, der die Hoffnungslosigkeit einer ganzen Generation auf den Schultern zu tragen scheint. Dieses Album ist zwar sehr d\u00fcster, aber trotzdem sehr zeitlos und beeinflusst nach wie vor Bands von heute. Wer eine Band wie The Rapture mag, sollte sich dieses Album auf jeden Fall mal anh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Erschienen in Rocknews)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Zeiten, in denen alles neu und hip sein muss und die Medien ein Tempo vorlegen, dass jenseits von Gut und B\u00f6se liegt \u2013 in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12,4],"tags":[25,26],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/252"}],"collection":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=252"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":256,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/252\/revisions\/256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}