{"id":284,"date":"2010-01-26T22:57:07","date_gmt":"2010-01-26T21:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=284"},"modified":"2012-01-27T20:52:59","modified_gmt":"2012-01-27T19:52:59","slug":"theodor-w-adorno-musikasthetik-fur-das-20-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=284","title":{"rendered":"Theodor W. Adorno &#8211; Musik\u00e4sthetik f\u00fcr das 20. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Einleitung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Arbeit tr\u00e4gt den Titel <em>Adorno &#8211; Musik\u00e4sthetik f\u00fcr das 20. Jahrhundert<\/em>. Der gebildete B\u00fcrger m\u00fcsste sich nun fragen: \u201eAdorno, nun gut &#8211; Frankfurter Schule. Aber was hat Adorno mit Musik\u00e4sthetik zu tun?\u201c Die meisten Menschen nehmen Adorno als Philosophen der kritischen Theorie wahr, aber nicht als Komponisten und Musikwissenschaftler. Weniger bekannt als seine Werke <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em> oder <em>Minima Moralia<\/em> sind seine Monographien \u00fcber Wagner, Mahler und Berg, sein Werk <em>Musikalische Schriften <\/em>oder seine <em>Einleitung in die Musiksoziologie<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Abhandlung zur Musikp\u00e4dagogik hat zu weitreichenden Ver\u00e4nderungen im Curriculum der Musikerziehung gef\u00fchrt. Auch bei den Ferienkursen f\u00fcr Neue Musik in Kranichstein und Darmstadt in den 50er Jahren hat er sich als Kursleiter und Diskussionsteilnehmer einen Namen gemacht und mit Pers\u00f6nlichkeiten wie Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen oder Luigi Nono \u00fcber neue Wege der Komposition nachgedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorliegende Arbeit widmet sich verst\u00e4rkt Adornos Musiktheorien &#8211;\u00a0 seine Kritik an der Kulturindustrie und Musikp\u00e4dagogik, sowie H\u00f6rtypologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nichtsdestotrotz muss man Adornos Theorien im Bereich der Musikwissenschaft immer wieder im Kontext seiner Biographie und Gesellschaftskritik betrachten. Denn Adorno selbst sah Musik immer im Spannungsfeld von Philosophie und Soziologie, weswegen er sich nie zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen entscheiden wollte, sondern sie vielmehr vereinte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Biographie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Adorno-Cover.jpg\" rel=\"lightbox[284]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-285\" title=\"Adorno Cover\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Adorno-Cover-245x300.jpg\" alt=\"\" width=\"245\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Adorno-Cover-245x300.jpg 245w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Adorno-Cover.jpg 490w\" sizes=\"(max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theodor Wiesengrund-Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt geboren. Er wuchs als Einzelkind bei seinen Eltern auf, dem Weingro\u00dfh\u00e4ndler Oscar Alexander Wiesengrund und der S\u00e4ngerin Maria Barbara Calvelli-Adorno. Sein Vater war von j\u00fcdischer Herkunft, konvertierte aber sp\u00e4ter zum Protestantismus. Adorno selbst ist \u201e<em>aufgewachsen in einer ganz und gar von theoretischen (auch politischen) und k\u00fcnstlerischen, vor allem musikalischen Interessen beherrschten Atmosph\u00e4re<\/em>\u201c.(Schweppenh\u00e4user 2005:7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno erlernte fr\u00fch das Klavierspiel bei seiner Tante und nachdem er das Abitur\u00a0 mit 17 Jahren bestand, schloss er sein Studium der Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie mit 21 Jahren ab. Er promovierte bei Hans Cornelius in Philosophie und schloss seine Dissertation 1924 mit <em>summa cum laude<\/em> ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno, der sich zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen Musik und Philosophie nie so richtig entscheiden wollte und diese immer interdisziplin\u00e4r verstand (vgl. Schweppenh\u00e4user, 2005), trieb seine musikalischen Studien voran, indem er 1925 f\u00fcr ein Jahr nach Wien ging und Komposition und Klavierspiel bei Alban Berg und Eduard Steuermann studierte. Dort kam er auch mit Arnold Sch\u00f6nberg und Anton Webern in Kontakt und studierte deren Techniken der Atonalit\u00e4t und Zw\u00f6lftonkomposition, was sp\u00e4ter eine gro\u00dfe Rolle in seiner Sichtweise der Musikphilosophie spielen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck in Frankfurt, forschte und lehrte Adorno am frisch gegr\u00fcndeten Institut f\u00fcr Sozialforschung und intensivierte den Kontakt zu dessen Direktor Max Horkheimer (vgl. Schweppenh\u00e4user, 2005). Hier arbeitete er neben Herbert Marcuse, Erich Fromm und Leo L\u00f6wenthal empirisch an einer Ursachenforschung des autorit\u00e4ren Charakters, der zu totalit\u00e4ren Gesellschaftsstrukturen f\u00fchren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Institut.jpg\" rel=\"lightbox[284]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-286\" title=\"Institut\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Institut-300x229.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Institut-300x229.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Institut.jpg 428w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: x-small;\">(Das Institut f\u00fcr Sozialforschung 1924-1933,<br \/>\n Quelle: www.ifs.uni-frankfurt.de\/institut\/geschichte2.htm, 01.06.2009)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Machtergreifung des NS-Regimes 1933 wurde Adorno die Lehrbefugnis entzogen und er ging nach Oxord an die Universit\u00e4t, wo er bis 1937 lehrte und sich habilitierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1938 folgte er Horkheimers Ruf und emigrierte nach Amerika, um bei dem inzwischen auch nach Amerika \u00fcbergesiedeltem Institut f\u00fcr Sozialforschung weiterhin zu forschen. Dort verfasste er zusammen mit Horkheimer das Werk \u201e<em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em>\u201c, welches sp\u00e4ter zur Grundlage der\u00a0 kritischen Theorie wurde und 1947 ver\u00f6ffentlicht wurde. Nebenbei beriet Adorno Thomas Mann bei der Entstehung seines Werkes <em>Dr. Faustus<\/em>, indem er ihm die Zw\u00f6lftonkomposition erkl\u00e4rte. Adorno legte in Amerika seinen Zweitnamen Wiesengrund ab und ver\u00f6ffentlichte von da an unter dem Namen Theodor W. Adorno.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen, die Adorno in Amerika beobachte, registrierte er mit Skepsis. Er verfasste Werke wie <em>Minima Moralia<\/em>, <em>Philosophie der neuen Musik <\/em>und <em>Versuche \u00fcber Wagner<\/em>, in denen er besonders die entstehende Kulturindustrie scharf kritisierte. Aber auch seine <em>Studien zum autorit\u00e4ren Charakter<\/em>, die er in Frankfurt begann setzte er fort und ver\u00f6ffentlichte sie noch in Amerika.<em> <\/em>(vgl. Schweppenh\u00e4user, 2005).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1949 wandte er Amerika den R\u00fccken zu und kehrte zusammen mit Max Horkheimer nach Frankfurt zur\u00fcck, wo sie das Institut f\u00fcr Sozialforschung wieder aufbauten. Dort arbeitete er als Professor f\u00fcr Philosophie und Musiksoziologie. Bis in die 60er Jahre hinein erarbeitete er sich einen Ruf, der ihn zu \u201e<em>einem der wichtigsten kritischen Intellektuellen der jungen Bundesrepublik<\/em>\u201c (Schweppenh\u00e4user 2005:14) machte. In dieser Zeit verfasste er Werke wie <em>Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt<\/em>, <em>Einleitung in die Musiksoziologie <\/em>oder <em>Negative Dialektik<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als es seit Gr\u00fcndung der Au\u00dferparlamentarischen Opposition 1966 zu studentischen Unruhen in der Universit\u00e4t Frankfurt kam, hatte Adorno zwar anfangs Sympathie f\u00fcr die Studenten, lehnte aber \u201e<em>alle Formen von Aktionismus und Gewaltanwendung a<\/em>b [\u2026] <em>In Adorno weckten sie Erinnerungen an das anti-demokratische Potenzial im Vorfaschismus<\/em>.\u201c (Schweppenh\u00e4user 2005:15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adornokrahl-leveled.jpg\" rel=\"lightbox[284]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-287\" title=\"adornokrahl-leveled\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adornokrahl-leveled-300x258.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adornokrahl-leveled-300x258.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adornokrahl-leveled.jpg 325w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: x-small;\">(Adorno und Hans-J\u00fcrgen Krahl, Quelle: www.krahl-seiten.de, 01.06.2009)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konflikt mit den Studenten versch\u00e4rfte sich. Adorno 1969 sagte vor Gericht gegen seinen Doktoranden Hans-J\u00fcrgen Krahl wegen Unruhestiftung aus. Danach verlie\u00df er Frankfurt, um mit seiner Frau in der Schweiz Ferien zu machen und sich von dem Trubel an der Universit\u00e4t zu erholen. Dort erlitt er einen Herzinfarkt und starb wenige Tage danach mit 66 Jahren in einer Schweizer Klinik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Kritische Theorie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno war einer der Wegbereiter der <em>Kritischen Theorie<\/em>, allgemein bekannt als <em>Frankfurter Schule<\/em>. Am Institut f\u00fcr Sozialforschung in Frankfurt machten sich verschiedene Wissenschaftler daran, interdisziplin\u00e4r eine Theorie zu entwickeln, die die moderne kapitalistische Gesellschaft zu erkl\u00e4ren versuchte (vgl. Schnell, 2000). Die Wissenschaftler waren Max Horkheimer, Friedrich Pollock, Henryk Grossmann, Erich Fromm, Herbert Marcuse, Leo L\u00f6wenthal und eben Adorno. Basierend auf den Ideen von Kant, Hegel und Marx, wollten die Wissenschaftler gesellschaftlichen Ph\u00e4nomenen analytisch anhand der empirischen Forschung auf den Grund gehen. Ver\u00f6ffentlicht wurden einzelne Erkenntnisse in der <em>Zeitschrift f\u00fcr Sozialforschung<\/em>, von Horkheimer 1932 in New York gegr\u00fcndet, nachdem das Institut in die USA \u00fcbergesiedelt war. Das Hauptwerk zur Kritischen Theorie, wurde 1947 jedoch nur von Horkheimer und Adorno verfasst und tr\u00e4gt den Titel <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em>. Die beiden Wissenschaftler beschreiben, dass die moderne Gesellschaft trotz fortschreitender Technologien immer irrationaler wird und gehen von \u201e<em>einem stetigen Verfall des rationalen Denkens seit der Aufkl\u00e4rung<\/em>\u201c aus (Schnell, 2000:266).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder besser gesagt, das rationale Denken als System f\u00e4llt in sich zusammen. Schweppenh\u00e4user schreibt hierzu (2005:42):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Im Siegeszug der Aufkl\u00e4rung gewahren Horkheimer und Adorno deren Gegenteil. Vernunft wird zum Herrschaftsmittel. Wissenschaftliche Rationalit\u00e4t wird zum starren, geschlossenen System, dem alles subsumiert werden werden soll, ob es hineinpasst oder nicht. Der h\u00f6chste entwickelte Stand der modernen Produktivkr\u00e4fte dient dem h\u00f6chsten vorstellbaren Ma\u00df an Destruktivit\u00e4t, dem Krieg und der industriell organisierten massenhaften Vernichtung von Menschen. Aufkl\u00e4rung ist insofern nicht verwirklicht worden<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders die Massenkultur ger\u00e4t in die Kritik. Kultur, die aufgrund von Verkaufsargumenten entsteht, \u00fcbernehme das Denken f\u00fcr das Individuum und der Rezipient verkomme zum Konsumenten. Das einzige Ziel der Kulturindustrie sei, die Ware Kultur profitmaximal zu vermarkten. Die Produkte, so Adorno, seien von ewiger Wiederkehr gekennzeichnet und hielten den Konsumenten \u201e<em>im Bann einer steten Wiederholung gefangen<\/em>\u201c (Schweppenh\u00e4user, 2005:44).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sei Selbstreflexion auf Basis der analytischen Logik von N\u00f6ten und vor allem eines: Kritik. Horkheimer und Adorno argumentieren, dass \u201e<em>Kritik ein wesentlicher Bestandteil des Denkens ist<\/em>\u201c (Schweppenh\u00e4user, 2005:19) und dass Kritik als Negation des Bestehenden auch ein sch\u00f6pferisches, konstruktives Element bes\u00e4\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno begr\u00fcndet sp\u00e4ter, dass \u201e<em>Kritik im fortgeschrittenen Kapitalismus nur noch als individuelle Verweigerung m\u00f6glich sei<\/em>\u201c (Schnell, 2000:266).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Das Verstummen der Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie im Kapitel zuvor beschrieben, war ein Hauptangriffspunkt Adornos die Kulturindustrie. In diesem Zusammenhang benutzt er h\u00e4ufig das Wort <em>Massenbetrug<\/em> und weist auf den zunehmenden Warencharakter der Kultur hin. Besonders bei der Musik beeinflusse die Industrie in ihrer Rolle als Vermittler zwischen Werk und Konsument das Subjekt stark. Musik mutiere zum Massenprodukt des Am\u00fcsements. Er fragt sich, \u201e<em>wen die Unterhaltungsmusik noch unterhalte<\/em>\u201c (vgl. Adorno, 2003). So ist Musik, seiner Definition nach, immer mit Erkenntnis verbunden und sollte in Wechselwirkung mit der Philosophie verstanden werden (vgl. Schweppenh\u00e4user, 2005).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Dissonanzen (2003:26) beschreibt Adorno ein d\u00fcsteres Szenario:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Sie [die affektive Besetzung des Tauschwertes] entspricht der Verhaltensweise des Gefangenen, der seine Zelle liebt, weil nichts anderes zu lieben ihm gelassen wird. Die Preisgabe der Individualit\u00e4t, die in die Regelhaftigkeit des Erfolgreichen sich einpasst; das Tun dessen, was jeder tut, folgt aus dem Grundfaktum, da\u00df von der standardisierten Produktion der Konsumg\u00fcter in weiten Grenzen jedem dasselbe angeboten wird. Die marktm\u00e4\u00dfige Notwendigkeit zur Verh\u00fcllung dieser Gleichheit aber f\u00fchrt zum manipulierten Geschmack und zum individuellen Schein der offiziellen Kultur, der notwendig proportional mit der Liquidierung des Individuums w\u00e4chst.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Beat-Club.jpg\" rel=\"lightbox[284]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-288\" title=\"Beat Club\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Beat-Club-300x216.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Beat-Club-300x216.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Beat-Club.jpg 580w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: x-small;\">(Die Beatmusik entwickelte sich von einer Minderheitenmusik zu einem Massenph\u00e4nomen, welches nun auch in den Medien Platz fand &#8211; Der Beat Club als Sprachrohr der Industrie in den 1960ern, Quelle: http:\/\/germanhistorydocs.ghi-dc.org\/, 03.06.2009)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Adorno ist die Neue Musik ein Weg aus der musikalischen Massenkultur. Als Vertreter der 2. Wiener Schule f\u00fchlt er sich der Tradition der Zw\u00f6lftonmusik mit Komponisten Arnold Sch\u00f6nberg und Anton Webern verbunden. Adorno sieht in der Musik der freien Atonalit\u00e4t \u201edas Potential an Freiheit, Spontanit\u00e4t und Ausdruck des Subjekts\u201c (Schweppenh\u00e4user, 2005:126).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.1 Die Regression des H\u00f6rens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Popular Music war Adorno ein Dorn im Auge. Sie f\u00fchre zu einer Regression des H\u00f6rens. Der Rezipient sei gar nicht mehr in der Lage, Werke zu beurteilen, denn, so schreibt Adorno, \u201e<em>die Bekanntheit des Schlagers setzt sich an Stelle des ihm zugesprochenen Wertes<\/em>\u201c (Adorno, 2003:14). Der H\u00f6rer setzt also das Wiedererkennen eines St\u00fcckes an Stelle des Wertens. Er sei also gar nicht mehr f\u00e4hig aus seiner von \u201e<em>standardisierten Musikwerke<\/em>n\u201c (Adorno, 2003:15) umzingelten Situation herauszubrechen und die Musik objektiv zu betrachten. Der Einfluss der Medien und der Industrie machte den B\u00fcrger sozusagen unm\u00fcndig. Er verfalle dem \u201e<em>Waren-H\u00f6ren<\/em>\u201c (Adorno, 2003:21).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno geht sogar noch einen Schritt weiter und bezieht nicht nur den Schlager oder die leichte Musik, sondern auch die klassische Musik in seine Kritik mit ein. Er schreibt hierzu (2003:21):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Sie werden einzig noch aus Gr\u00fcnden der Absatzf\u00e4higkeit manipuliert: dem Schlagerenthusiasten muss ebenso versichert werden, dass seine Idole nicht zu hoch f\u00fcr ihn seien, wie dem Besucher der Philharmonie sein Niveau best\u00e4tigt<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2 Typen musikalischen Verhaltens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Adorno Musik auch immer wieder in Zusammenhang mit der Soziologie betrachtete, entwarf er eine H\u00f6rertypologie. Erste Ans\u00e4tze hatte er schon 1939 angefertigt, doch zur Ver\u00f6ffentlichung kam es erst 1962. Adorno unterscheidet bei Musikh\u00f6rern zwischen folgenden Archetypen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Der Experte<br \/>\n 2. Der gute Zuh\u00f6rer<br \/>\n 3. Der Bildungskonsument<br \/>\n 4. Der emotionale H\u00f6rer<br \/>\n 5. Der Ressentiment-H\u00f6rer<br \/>\n 6. Der Unterhaltungsh\u00f6rer<br \/>\n 7. Der gleichg\u00fcltige, unmusikalische, antimusikalische H\u00f6rer<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Experten findet man meistens unter Berufsmusikern. Er besitzt n\u00f6tige F\u00e4higkeiten und Techniken, St\u00fccke zu analysieren. Der Experte \u201e<em>w\u00e4re der voll bewusste H\u00f6rer, dem nichts entgeht und zugleich in jedem Augenblick \u00fcber das Geh\u00f6rte Rechenschaft sich ableg<\/em>t\u201c (Adorno, 2003:182).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gute Zuh\u00f6rer besitzt \u00e4hnliche F\u00e4higkeiten wie der Experte, nur dass ihm das Handwerk insofern fehlt, als dass er die Terminologie nicht ganz beherrscht. Adorno vergleicht dies mit der Linguistik, wo jemand die Sprache versteht, selbst wenn er keine Ahnung von Syntax oder Grammatik hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bildungskonsument besch\u00e4ftigt sich viel mit Musik. Er sammelt Platten, besucht Konzerte und besch\u00e4ftigt sich mit den Biographien der Komponisten und K\u00fcnstler. Musik sieht er als etwas, \u201e<em>was man um der eigenen sozialen Geltung willen kennen muss<\/em>\u201c (Adorno, 2003:184). Zur Analyse von Werken fehlt ihm aber die F\u00e4higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der emotionale H\u00f6rer wertet Musik nicht nach der Form. F\u00fcr ihn steht die affektive Funktion des Werkes im Vordergrund. Adorno schreibt, dass \u201e<em>die Musik Mittel ist zu Zwecken seiner eigenen Trieb\u00f6konomie<\/em>\u201c (2003:187).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ressentiment-H\u00f6rer zeichnet sich dadurch aus, dass er zumeist Anh\u00e4nger einer eher seltenen Musikrichtung ist. Ihm sind im Gegensatz zum emotionalen H\u00f6rer Form und Analyse sehr wichtig. Er verachtet zumeist die Popular Music.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Unterhaltungsh\u00f6rer ist der Prototyp, f\u00fcr den die Unterhaltungsindustrie produziert. Somit ist dieser Typus am h\u00e4ufigsten vertreten. Musik hat f\u00fcr ihn eine vornehmlich soziale Funktion und dient eher als Reizquelle. Er l\u00e4sst sich gerne von Radiomusik berieseln. Adorno vergleicht die Struktur des H\u00f6rens dieses Typus mit der des Rauchens: \u201e<em>Sie wird eher durchs Unbehagen beim Radioapparat definiert als durch den sei\u00b4s auch noch so bescheidenen Lustgewinn, solange er l\u00e4uft<\/em>\u201c (Adorno, 2003:193).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Antimusikalische Typus ist sehr rar. Er lehnt Musik jeglicher Form ab. Adorno vermutet Gr\u00fcnde pathologischer Art, sowie einer stark autorit\u00e4ren Erziehung (vgl. Adorno, 2003:196ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno r\u00e4umt ein, dass seine Typologie, die rein gedanklicher Natur ist und der keine empirischen Forschung zugrunde liegt, der \u00dcberarbeitung bedarf. Des weiteren schreibt er, dass die hier beschriebenen Typen als idealtypisch zu sehen seien und nicht eindimensional (vgl. Adorno, 2003).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Zur Musikp\u00e4dagogik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno ver\u00f6ffentlichte 1957 einen 12-teiligen Aufsatz zur Musikp\u00e4dagogik, um sich kritisch mit der musikalischen Erziehung auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie im dritten Kapitel dieser Arbeit beschrieben, steht Adornos Philosophie ganz im Sinne der Rationalit\u00e4t. Somit distanziert sich Adorno von der Reformp\u00e4dagogik und dem unreflektierten Musizieren (vgl. Frisius, 1973).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Dalcroze.jpg\" rel=\"lightbox[284]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-289\" title=\"Dalcroze\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Dalcroze-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Dalcroze-300x210.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Dalcroze.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: x-small;\">(Plastische \u00dcbung nach Dalcroze,<br \/>\n Quelle: www.gutenberg.org\/files\/21653\/21653-h\/21653-h.htm 03.06.2009)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ihn steht im Vordergrund, Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen, dass ein Sch\u00fcler sich musikalisch bet\u00e4tigen kann. Hierzu schreibt er (2003:108):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Der Zweck musikalischer P\u00e4dagogik ist es, die F\u00e4higkeiten der Sch\u00fcler derart zu steigern, da\u00df sie die Sprache der Musik und bedeutende Werke verstehen lernen; da\u00df sie solche Werke so weit darstellen k\u00f6nnen, wie es f\u00fcrs Verst\u00e4ndnis notwendig ist; sie dahin zu bringen, Qualit\u00e4ten und Niveaus zu unterscheiden und, kraft der Genauigkeit der sinnlichen Anschauung, das Geistige wahrzunehmen, das den Gehalt eines jeden Kunstwerks ausmacht. Nur durch diesen Proze\u00df, die Erfahrung der Werke hindurch, nicht durch ein sich selbst gen\u00fcgendes, gleichsam blindes Musizieren vermag Musikp\u00e4dagogik ihre Funktion zu erf\u00fcllen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst Theorie, dann Praxis. Erst Technik, dann Spiel. F\u00fcr Adorno ist es wichtig, die \u201e<em>F\u00e4higkeit der musikalischen Imagination<\/em>\u201c zu f\u00f6rdern, so dass der Sch\u00fcler lernt, \u201e<em>mit dem inneren Ohr Musik so konkret und genau sich vorzustellen, als erkl\u00e4nge sie leibhaft<\/em>\u201c (Adorno, 2003:109). Dies ist aber nur durch strenge Disziplin und \u00dcbung zu realisieren. Der Lehrer solle nicht dem Drang der Sch\u00fcler folgen, ihn mit einer \u201edo it yourself\u201c-P\u00e4dagogik abzuspeisen, sondern ihn mit einem strukturierten Curriculum von \u00dcbungen so zu leiten, dass er die kognitive F\u00e4higkeit erreicht, Musik zu verstehen (vgl. Adorno, 2003).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei sollte der Lehrer konsequent diese Methode vertreten, auch gegen den Willen des Sch\u00fclers. Adorno schreibt hierzu (2003:121):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEs w\u00e4re von wahrer P\u00e4dagogik zu aktivieren und ins Bewusstsein zu erheben, anstatt dass sie, aus Angst, ihren Kunden zu verlieren, deren momentanem Wunsch sich beugt und damit die Sch\u00fcler um genau das bringt, was sie ihnen eigentlich zu \u00fcbermitteln h\u00e4tte.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So fordert Adorno den Musikunterricht zu rationalisieren und zu heilen von einer P\u00e4dagogik des Dilettantismus, hin zu einer der Spezialisierung und konstruktivistischen Erkenntnis (vgl. Adorno, 2003).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno ist aufgewachsen in einer Zeit der totalit\u00e4ren Gesellschaftssysteme. Seine Theorien berufen den Geist des Rationalen und der Vernunft, um eine Schreckensherrschaft, wie die der NS-Zeit nicht noch einmal erleben zu m\u00fcssen. Als er 1949 wieder nach Deutschland zur\u00fcckkam und in Frankfurt das Institut f\u00fcr Sozialforschung aufbaute, sp\u00fcrte er den Geist der Gesellschaft und den \u00f6konomischen Wandel der jungen BRD. Die Zeit des Wirtschaftswunder begann und die Konsumgesellschaft war geboren. Adorno k\u00e4mpfte gegen die entstehende Massenkultur und appellierte an den Verstand, sich nicht als Konsument von der Wirtschaft lenken zu lassen. So war ihm besonders die Kulturindustrie ein Dorn im Auge, die Kunst und Musik zur Ware generierte und den B\u00fcrger unm\u00fcndig werden lie\u00df. Sein Appell ging auch an die Musikp\u00e4dagogik, sich nicht von unreflektiertem Ausprobieren lenken zu lassen, sondern Rationalit\u00e4t und Vernunft auch in den Klassenr\u00e4umen walten zu lassen. Analyse und Theorie sind Schlagw\u00f6rter, die meine Generation in der Musikp\u00e4dagogik der 80er Jahre voll zu sp\u00fcren bekommen hat. Mein Musiklehrer hat sich der Theorie mehr als genug bedient, so dass Klassenmusizieren eine rare Praxis geworden ist. Vielleicht ist es in der heutigen Zeit die Balance zwischen Theorie und Praxis, die \u00e4sthetische Erfahrungen zur Erkenntnis f\u00fchren, anstatt von einem Extrem ins andere zu pendeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno, T.W. (2003). <em>Dissonanzen. Einleitung in die Musiksoziologie<\/em>. Frankfurt: Suhrkamp Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adorno, T.W. (2003). <em>Gesammelte Schriften. Band 14<\/em>. Frankfurt: Suhrkamp Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dtv (1985). <em>dtv-Atlas zur Musik. Band 2<\/em>. M\u00fcnchen: Deutscher Taschenbuch Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Feil, A. (2005). <em>Metzler Musik Chronik<\/em>. Stuttgart: Metzler Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fuhr, M. (2007). <em>Popul\u00e4re Musik und \u00c4sthetik<\/em>. Bielefeld: transcript Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Helms, S.\/Schneider, R.\/Weber, R. (2006). <em>Handbuch des Musikunterrichts. Sekundarstufe 1<\/em>. Kassel: Gustav Bosse Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnell, R. (2000). <em>Metzler Lexikon. Kultur der Gegenwart<\/em>. Stuttgart: Metzler Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweppenh\u00e4user, G. (2005). <em>Theodor W. Adorno zur Einf\u00fchrung<\/em>. Hamburg: Junius Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Internet:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">von Friedeburg, L. <em>Geschichte des Instituts f\u00fcr Sozialforschung. <\/em>URL &lt;http:\/\/www.ifs.uni-frankfurt.de\/institut\/geschichte.htm&gt; [Zugriff am 01.06.2009].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frisius, R. (1973). Zur Diskussion um die Zielvorstellung des Unterrichts &#8211; Adorno, URL &lt;http:\/\/www.musikpaedagogik-online.de\/unterricht\/netzspezial\/reflexion\/frisius\/show,15626.html&gt; [Zugriff am 03.06.2009].<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 1. Einleitung Diese Arbeit tr\u00e4gt den Titel Adorno &#8211; Musik\u00e4sthetik f\u00fcr das 20. Jahrhundert. 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