{"id":293,"date":"2010-01-26T23:53:49","date_gmt":"2010-01-26T22:53:49","guid":{"rendered":"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=293"},"modified":"2012-01-27T20:53:24","modified_gmt":"2012-01-27T19:53:24","slug":"jazz-rap-eine-geschichtliche-und-exemplarische-betrachtungsweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/?p=293","title":{"rendered":"Jazz-Rap &#8211; Eine geschichtliche und exemplarische Betrachtungsweise"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1 Einleitung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorliegende Arbeit untersucht das Ph\u00e4nomen Jazz-Rap, welches Ende der 1980er Jahre begann. Dabei wird auf die geschichtlichen, \u00e4sthetischen und gesellschaftlichen Ereignisse eingegangen, die zur Entwicklung dieses Musikstils f\u00fchrten. Anhand der Betrachtung von zwei Musikbeispielen soll sich dem Leser die Herangehensweise an das klangliche Material erschlie\u00dfen und auch die Unterschiede deutlich machen, wie ein Jazzmusiker sich dem Ph\u00e4nomen n\u00e4hert und wie ein HipHopper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob das Genre Rap-Jazz \u00fcberhaupt als Musikstil bezeichnet werden kann, wird diese Arbeit nicht beantworten k\u00f6nnen. Vielmehr aber sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede gefunden werden zwischen den beiden gro\u00dfen Genres der schwarzen Musik. Eine Gemeinsamkeit nun gleich vorab: Beide Stile &#8211; Jazz und HipHop &#8211; finden ihren Ursprung in der Urbanit\u00e4t. Der Gro\u00dfstadtdschungel als moderne Inspirationsquelle f\u00fcr neue musikalische Konzepte. Die Metapher des <em>Inner City Jungle<\/em> ist ein Hinweis auf die native Ausrichtung der schwarzen Musik und zieht sich \u00fcber Generationen hinweg durch die Songtitel und -texte der K\u00fcnstler vom Jazz zum HipHop. Eine Zuwendung zum Mutterland Afrika findet sich schon in den 20er Jahren in New York mit dem Cotton Club und dem African Craze. Die schwarze politische Ausrichtung des Black Arts Movement und der Black Nationalists beeinflusste nicht nur den Jazz, sondern kann auch im HipHop wiedergefunden werden. Auch musikalische Gemeinsamkeiten wie Improvisation, Polyrhythmus oder Phrasierung sind zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem lassen sich mindestens genau so viele Unterschiede finden, die eine Diskussion des Jazz-Rap als Genre vielf\u00e4ltig gestalten. Genauso aber l\u00e4sst sich auch keine wirklich einheitliche Begriffsdefinition f\u00fcr Jazz finden. Dies soll und kann diese Arbeit auch nicht leisten. Sie soll vielmehr Einblick bieten in eine Fusion zweier Musikrichtungen, die gemeinhin als schwarze Musik bezeichnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2 Die Geschichte des Jazz-Raps<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Anfangspunkt f\u00fcr den Jazz-Rap als Genre zu definieren gestaltet sich \u00e4u\u00dferst schwierig. Shapiro et al. schlagen vor, die Scatphrasen eines Louis Armstrong in z.B. <em>Heebie Jeebies<\/em> als erste Rapversuche im Jazz gelten zu lassen. Als Armstrong sein Textblatt w\u00e4hrend der Aufnahme aus Versehen fallen lie\u00df, improvisierte er mit willk\u00fcrlichen Vokalen und Konsonanten einen Text und benutzte die Stimme als eine Art Soloinstrument. Auch die poetischen Ausw\u00fcchse der schwarzen B\u00fcrgerrechtsbewegung Ende der 1960er gelten als gro\u00dfer Einfluss f\u00fcr den Jazz-Rap. K\u00fcnstler und Bands wie The Last Poets, Gil Scott-Heron und The Watts Prophets sprachen rhythmische Gedichte auf Jazz- oder auch Funkmusik (vgl. http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Jazz_rap).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/last_poets.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-294\" title=\"last_poets\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/last_poets-299x300.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/last_poets-299x300.jpg 299w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/last_poets-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/last_poets.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man aber Rap als Genre definiert, welches Mitte der 1970er Jahre entstand, so waren doch erste Versuche HipHop und Jazz zu verbinden in der Native Tongue Bewegung zu finden. Wie schon zuvor im Jazz, gab es Ende der 1980er Jahre eine Tendenz im Hip Hop, sich den afrikanischen Wurzeln zuzuwenden. Die so genannte Native Tongue- Bewegung wollte sich von der materiell orientierten Richtung des Raps zu dieser Zeit befreien:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Nach Jahren der dicken Goldketten, teuren Kleider und einer \u201eMake money, money!\u201c-Botschaft, kommt diese Form der Innovation bescheiden und bodenst\u00e4ndig daher. [\u2026] Die Goldketten werden gegen Afrikaamulette, afrikanische Perlen, Haarb\u00e4nder und Stoffe getauscht. Die Texte drehen sich nicht mehr ausschlie\u00dflich um das Genie und die Manneskraft des Protagonisten. Es kommt zu einem gro\u00dfen Revival des Afrozentrismus.<\/em>\u201c (Kage 2004:91)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Metapher, die im Bezug des Afrozentrismus immer wieder auftaucht, ist die des \u201e<em>Inner City Jungle<\/em>\u201c (Robbins 1997:387), welche in den Texten der New Yorker Rapformation Grandmaster Flash Anfang der 80er Jahre zu finden war. Diese rappten in ihrer Single \u201eThe Message\u201c 1982: \u201e<em>It\u00b4s like a jungle sometimes, sometimes I wonder how I keep from going under<\/em>\u201c. Die Gro\u00dfstadt wurde als urbaner Dschungel betrachtet, voller Gefahren und Unvorhersehbarem (Hebdige 2004:228).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Native Tongue-Gruppe Jungle Brothers griff diesen Begriff 1988 in dem Titel ihres Debutalbums <em>Straight out the Jungle<\/em> auf. Der Titeltrack des Albums beginnt mit den Worten \u201e<em>Educated man from the Motherland<\/em>\u201c, wobei mit \u201eMotherland\u201c Afrika gemeint ist. Musikalisch versuchte sich die Formation durch eine R\u00fcckbesinnung auf schwarze Musik von der gegenw\u00e4rtigen \u00c4sthetik der Rap-Musik abzugrenzen und benutzte f\u00fcr ihre Songs eher Samples von Soul und Funkbands der 70er Jahre. Der Einsatz von polyrhythmischen Beats war zun\u00e4chst eine musikalische Neuerung in der Rap-Musik (Robbins 1997:387). Dieses Stilmittel griff auch die New Yorker Rapgruppe De La Soul auf. Ihr 1989 erschienenes Debutalbum \u201e<em>3 Feet High and Rising<\/em>\u201c wollte ein neues Zeitalter der Rapmusik einl\u00e4uten: Das Daisy Age. De La Soul Mitglied Posdnous \u00fcber den Begriff (Toop 1992:217):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Wir bringen das Zeitalter des G\u00e4nsebl\u00fcmchens, das Daisy Age [\u2026] Daisy liest man so: Da steht f\u00fcr The, I steht f\u00fcr Inner, S steht f\u00fcr Sound und Y ist Y\u00b4all: The inner Sound y\u00b4all. Euer aller innerer Klang. Alles kommt aus unserem Inneren. Es ist endlich an der Zeit, die Fassaden einzurei\u00dfen und aufzuh\u00f6ren, jemand anders sein zu wollen\u201c<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/delasoul_front1.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-295\" title=\"delasoul_front1\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/delasoul_front1-300x297.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/delasoul_front1-300x297.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/delasoul_front1-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/delasoul_front1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Musik De La Souls ist beeinflusst von Sixties-Soul, Gospel, Reggae, Easy Listening, Doo Wop und eben Jazz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die technologische Weiterentwicklung der Sample-Ger\u00e4te war es Ende der 1980er Jahre nun m\u00f6glich immer l\u00e4ngere Klangbeispiele in das Ger\u00e4t zu speisen und Audioloops zu erzeugen. Die Produzenten durchst\u00f6berten alle m\u00f6glichen Schallplatten, um passende Breaks zu finden, die das Thema eines potenziellen Songs bestimmen k\u00f6nnten. Gang Starr benutzten in ihrer Single <em>Words I Manifest<\/em> 1988 ein Sample von Charlie Parkers <em>Night in Tunisia<\/em>. Der Jazzsaxophonist Branford Marsalis wurde auf die Gruppe aufmerksam, als er Ende der 80er Jahre an Songs f\u00fcr einen Soundtrack von Spike Lees Film <em>Mo Better Blues<\/em> arbeitete. Gang Starr steuerten den Song <em>Jazz Thing<\/em> zu dem Soundtrack bei. Der Song handelt von der Geschichte des Jazz und zollt Jazzgr\u00f6\u00dfen wie Louis Armstrong, King Oliver, Charlie Parker und Dizzie Gillespie Tribut. Conyers bezeichnet <em>Jazz Thing<\/em> als \u201e<em>einen der ersten Versuche, Rap und Jazz zu verbinden, welches ein Entwicklungsschritt f\u00fcr beide Genres zu Folge hatte<\/em>\u201c (Conyers 2001:173). Branford Marsalis arbeitete sp\u00e4ter mit Gang Starrs DJ Premier zusammen, der die Songs f\u00fcr sein Jazz-Rap Projekt Buckshot LeFonque produzierte, bei dem der Saxophonist sogar selber rappte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In New York machten sich zeitgleich neue Gruppen der Native Tongue Bewegung auf, den Jazz-Rap weiterzuentwickeln. Die Rapformation A Tribe Called Quest durchst\u00f6berte Platten von schwarzen K\u00fcnstlern auf der Suche nach Samples f\u00fcr ihre Musik.\u00a0 Auf ihrem Debutalbum <em>People\u00b4s Instinctive Travels and the Paths of Rhythms<\/em> 1990 war die Auswahl der Samples eher noch eklektisch, doch verwendete die Gruppe auch schon Material von Cannonball Adderly oder Lonnie Smith. Die Texte wirkten noch sehr adoleszent und unernst (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/People%27s_Instinctive_Travels_and_the_Paths_of_Rhythm). Ein Jahr sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte A Tribe Called Quest das Album <em>Low End Theory<\/em>, welches nach neuen M\u00f6glichkeiten der Verbindung von HipHop und Jazz suchte. Dieses doch recht reduzierte Album der New Yorker Rapper (http:\/\/www.bbc.co.uk\/music\/reviews\/w9rg) benutzte neben Samples von Jazzgr\u00f6\u00dfen wie Miles Davis, Lucky Thompson und Art Blakey auch einen echten Kontrabass, gespielt von Ron Carter. Aber nicht nur musikalisch suchte die Gruppe neue Wege. Die Texte wirkten ernster und sozialkritischer und sprachen Themen wie Ausbeutung der schwarzen Kultur, Gewalt und Geschlechterverh\u00e4ltnisse an. Der erste Song des Albums,<em> Excursions<\/em>, beginnt mit einem Basslauf aus <em>A Chant for Bu<\/em> von Art Blakey &amp; The Messengers. Dazu rappt Q-Tip von A Tribe Called Quest:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Back in the days when I was a teenager<br \/>\n Before I had status and before I had a pager<br \/>\n You could find the Abstract listening to hip hop<br \/>\n My pops used to say, it reminded him of be-bop<br \/>\n I said, well daddy don&#8217;t you know that things go in cycles<br \/>\n The way that Bobby Brown is just ampin like Michael<br \/>\n Its all expected, things are for the lookin<br \/>\n If you got the money, Quest is for the bookin<br \/>\n Come on everybody, let&#8217;s get with the fly modes<br \/>\n Still got room on the truck, load the back boom<br \/>\n Listen to the rhyme, to get a mental picture<br \/>\n of this black man, through black woman victim<br \/>\n [\u2026]<br \/>\n All the way to Africa a.k.a. The Motherland (uh)<br \/>\n Stick out the left, then I&#8217;ll ask for the other hand<br \/>\n That&#8217;s the right hand, Black Man (man)<br \/>\n Only if you was noted as my man (man)<br \/>\n If I get the credit, then I&#8217;ll think I deserve it<br \/>\n If you fake moves, don&#8217;t fix your mouth to word it<br \/>\n Get in the zone of positivity, not negativity<br \/>\n Cuz we gotta strive for longevity<\/em>\u201c<\/p>\n<p>\n<object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"380\" height=\"300\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/Z433GvEoyrU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"380\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/Z433GvEoyrU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sieht man deutlich, wie sich Q-Tip auf die schwarze Kultur, insbesondere den Jazz, bezieht. Gar bezeichnet er den HipHop als neue Form des Bebops. Dies behauptet die Gruppe weiterhin bei dem Song <em>Jazz<\/em> mit der Gesanglinie \u201e<em>We\u00b4ve got the jazz!<\/em>\u201c Viele Jazzmusiker sehen in der Verbindung von Jazz und HipHop eine \u201e<em>Trivialisierung des Jazz, dieser gro\u00dfen amerikanischen Kunstform<\/em>\u201c (Blount, 1998). Der Jazz Trompeter Olu Dara sieht das ganz anders. Er bezeichnet diese Vorw\u00fcrfe als Unfug und vergleicht die Diskussion mit der des Bebops und der ersten Jazz Bands um 1900 (Blount, 1998).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch von Seiten der Jazz Musiker wuchs der Wunsch mit HipHop zu experimentieren. Miles Davis arbeitete mit dem Produzenten Easy Mo Bee f\u00fcr das 1992 erschienene Album <em>Doo-Bop<\/em>. W\u00e4hrend der Aufnahmen f\u00fcr das Album verstarb Davis an einem Schlaganfall. <em>Doo-Bop<\/em> wurde hart kritisiert. Den HipHop H\u00f6rern war das Album zu poppig und in der Jazz-Kritik wurde es als \u201e<em>bubblegum teenage music<\/em>\u201c bezeichnet (Cole 2007:335). Dem konventionellen Jazz-H\u00f6rer war HipHop sowieso ein Dorn im Auge. Nichtsdestotrotz gewann das Album 1992 einen Grammy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jazzmatazz_volume_1.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-296\" title=\"jazzmatazz_volume_1\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jazzmatazz_volume_1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jazzmatazz_volume_1-300x300.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jazzmatazz_volume_1-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jazzmatazz_volume_1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der amerikanische Rapper Guru von Gang Starr arbeitete indes f\u00fcr sein Album <em>Jazzmatazz, Vol 1<\/em> (erschienen 1993) mit Jazzgr\u00f6\u00dfen wie Donald Byrd, Branford Marsalis, Roy Ayers und Courtney Pine zusammen. <em>Jazzmatazz<\/em> basiert auf Schlagzeugsamples, Live-Improvisationen von Jazz Musikern, Gesang und Rap und unternimmt den Versuch eine ausgewogene Mischung aus Rap und Jazz zu verwirklichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im gleichen Jahr ver\u00f6ffentlichte die Gruppe Digable Planets aus New York das Album <em>Reachin\u00b4 (A New Refutation of Time and Space)<\/em>. Im Gegensatz zu Gurus Ansatz der Fusion von Jazz und Rap, war das Album von Digable Planets rein samplebasiert. Der entspannte Klang der Platte erweckt Erinnerungen an \u201e<em>die schwarze Boheme und den Cool Jazz<\/em>\u201c (Harrington, 2005). F\u00fcr ihr Album erhielt die Gruppe 1993 einen Grammy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Jazz-Rap breitete sich nun schlagartig aus. Rap Gruppen und K\u00fcnstler wie Arrested Development, The Roots, Common, MC Solaar und Mos Def lie\u00dfen sich von der Fusion inspirieren und diese neue, reflektierte und alternative Form des Raps wurde fortgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 Der Versuch einer n\u00e4heren Betrachtung zweier Kompositionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das folgende Kapitel m\u00f6chte den Versuch starten, zwei verschiedene Kompositionen des Jazz-Raps n\u00e4her zu betrachten. Die Lieder und dazugeh\u00f6rigen Samples k\u00f6nnen auf der beiliegenden CD als Klangbeispiele geh\u00f6rt werden. Die beiden Beispiele dienen der Darstellung des Jazz-Raps aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. W\u00e4hrend Miles Davis sich dem Thema aus Sicht eines Jazzmusikers widmet, kommen Digable Planets aus dem HipHop. So hat die Musik f\u00fcr beide Sichtweisen auch eine unterschiedliche Funktion und \u00c4sthetik. W\u00e4hrend sich Miles Davis neu auf dem Gebiet des Samplings bewegt und andere Anspr\u00fcche an einen Beat hat, achten Digable Planets ziemlich genau auf die Auswahl der Samples. F\u00fcr sie ist das Sample fast schon ein politisches Statement. Guckt man sich die Sampleliste ihres Albums an, so findet man ausschlie\u00dflich schwarze Musik der 60er und 70er Jahre, w\u00e4hrend Miles Davis auch Songs von wei\u00dfen Musikern und sogar aktuelle HipHop Musik sampled.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1 Miles Davis &#8211; The Doo-Bop Song<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Song stammt von dem 1992 auf Warner Bros. erschienenen Album <em>Doo Bop<\/em>. Auf der Suche nach neuen Einfl\u00fcssen, lie\u00df sich Miles Davis von seinem Freund Russel Simmons von Def Jam Records einige aktuelle HipHop-Produktionen vorspielen. Als Simmons feststellte, dass jedes St\u00fcck, was Miles Davis gefiel, von dem jungen Rapper Easy Mo Bee produziert worden war, brachte man die beiden zusammen (Cole 2007:308ff). Anfangs wusste Mo Bee gar nicht so richtig, wer Miles Davis war, aber nach ein paar Sessions in Davis Wohnung, kamen sich die beiden musikalisch n\u00e4her. Miles war anscheinend ein Fan von Mo Bees Produktionen und bat den jungen Rapper seinen Stil mit auf die neue Platte zu bringen (Cole 2007:313). Das Verh\u00e4ltnis zwischen Miles Davis und Easy Mo Bee beschreibt Cole als sehr gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/davis-doo-bop.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-297\" title=\"davis-doo-bop\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/davis-doo-bop-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/davis-doo-bop-300x300.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/davis-doo-bop-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/davis-doo-bop.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Produktionsprozess lief nach festen Mustern ab: Zuerst baute Mo Bee mit einem Akai S900 Sampler ein Beatger\u00fcst, auf dem Miles Davis dann improvisierte. Danach spielte Keyboarder Deron Johnson zus\u00e4tzliche Harmonien ein und am Ende wurden die Ges\u00e4nge aufgenommen (Cole 2007:315). Davis blieb mit seinen Einspielungen sparsam, improvisiert und rhythmisch, fast als rappte er mit der Trompete (Cole 2007:315).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite Lied des Albums, <em>The Doo-Bop Song<\/em>, war allerdings schon vor den Aufnahmen mit Miles Davis fertig. Easy Mo Bee hatte das St\u00fcck schon mit seiner Gruppe arrangiert. Miles Davis wollte es aber trotzdem auf dem Album, also wurde es ein wenig umarrangiert und Davis spielte dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p>\n<object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"500\" height=\"300\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowScriptAccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/img.mail.ru\/r\/video2\/player_v2.swf?par=http:\/\/content.video.mail.ru\/mail\/sorm_22.2\/390\/$1152$0$238&amp;imaginehost=video.mail.ru&amp;perlhost=video.mail.ru&amp;alias=mail&amp;username=sorm_22.2&amp;albumid=390&amp;id=1152&amp;catalogurl=http:\/\/video.mail.ru\/themes\/clips\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"500\" height=\"300\" src=\"http:\/\/img.mail.ru\/r\/video2\/player_v2.swf?par=http:\/\/content.video.mail.ru\/mail\/sorm_22.2\/390\/$1152$0$238&amp;imaginehost=video.mail.ru&amp;perlhost=video.mail.ru&amp;alias=mail&amp;username=sorm_22.2&amp;albumid=390&amp;id=1152&amp;catalogurl=http:\/\/video.mail.ru\/themes\/clips\" allowscriptaccess=\"always\"><\/embed><\/object>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Basis des St\u00fccks ist ein zweitaktiges Rhodes-Sample aus <em>Summer Madness<\/em> von Kool and the Gang von dem Album Light of Words (De-Lite Records, 1974). Die Grundt\u00f6ne des Samples werden von Klavierakkorden des Pianisten Deron Johnson und einem tiefen Synthesizer-Bass aufgef\u00fcllt. Diese haben auch Loopcharakter und wiederholen sich zweitaktig. Rhythmisch getragen wird das St\u00fcck von einem Drumloop aus einer EMU SP1200 Drummachine. Der Drumloop besitzt achttaktigen Charakter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum drittten Takt setzt Miles Davis Trompetenimprovisation ein. Der Klang der Trompete ist ged\u00e4mpft und sein Spiel \u201esehr \u00f6konomisch &#8211; nicht eine Note wird verschwendet und er l\u00e4sst viel Platz zwischen jeder Phrase\u201c (Cole 2007:324).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab Takt 25 (01:05 Min.) setzt der Gesangs J.R.s mit der Phrase \u201e<em>just taking that doo-bop sound<\/em>\u201c ein. Der Refrain ist acht Takte lang und von Streichern unterlegt. Danach erklingt ein achtaktiger Instrumentalteil mit Miles Davis Trompete im Vordergrund, gefolgt von einem 12-taktigen Rap von J.R., welcher inhaltlich Miles Davis thematisiert und ihn als Multitalent und Ausnahmemusiker bezeichnet (Cole 2007:325).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgt eine viertaktige Reduktion des Beats und es erklingen zwei geschnittene und als \u201eOne-Shot\u201c benutzte Samples in Folge. Das eine ist\u00a0 ein Orchestral-Hit aus dem St\u00fcck <em>Jungle Boogie<\/em> von Kool and the Gang (Album: Wild and Peaceful, De-Lite Records, 1973) und das andere ein Sprachsample aus <em>La-Di-Da-Di<\/em> von Doug E. Fresh and the Get Fresh Crew (Single, Reality Records, 1985). Der n\u00e4chste gesungene Refrain weitet sich auf 12 Takte aus und variiert in den letzten vier Takten textlich mit der Phrase \u201e<em>with Miles Davis<\/em>\u201c. A.B. Money \u00fcbernimmt danach einen achttaktigen Rap und als letztes rappt Easy Mo Bee selbst. In Takt 80-82 rappt er \u00fcber die <em>Andy Griffith Show<\/em>, einer 1960er Jahre Sitcom. In den folgenden zwei Takten pfeift er die Titelmelodie, was sp\u00e4ter als Sample urheberrechtlich gekl\u00e4rt werden musste, obwohl es kein Sample war (Cole 2007:325). Das St\u00fcck faded nach einem 12-taktigen Refrain schlie\u00dflich aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der HipHop Szene fiel die Qualit\u00e4t der Raps in Ungnade und wurdenals banal und unkritisch bezeichnet. Cole argumentiert, dass die Kritiker \u00fcbersahen, dass es im Rap v\u00f6llig unterschiedliche Stile gab, die von kontrovers bis unterhaltend sein konnten (Cole 2007:325).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/01.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-301\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/01-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/02.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-302\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/02-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/03.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-303\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/03-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2 Digable Planets &#8211; Rebirth of the Slick (Cool Like Dat)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/digableplanetsfrontvk9.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-307\" title=\"digableplanetsfrontvk9\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/digableplanetsfrontvk9-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/digableplanetsfrontvk9-300x300.jpg 300w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/digableplanetsfrontvk9-100x100.jpg 100w, https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/digableplanetsfrontvk9.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zu Miles Davis, der die Zusammenarbeit mit HipHop K\u00fcnstlern suchte, um musikalisches Neuland zu betreten, n\u00e4herten sich die HipHop-K\u00fcnstler Anfang der 1990er dem Thema Jazz auch ganz klar zur Abgrenzung. Die Kl\u00e4nge von Kontrab\u00e4ssen, ged\u00e4mpften Trompeten und komplexen Jazz-Rhythmen heben sich von den \u00fcbersteuerten Synthesizer- und Pistolenkl\u00e4ngen des Gangsta-Raps klar ab (Williams, 2009). Digable Planets w\u00e4hlten f\u00fcr ihr Deb\u00fctalbum <em>Reachin\u00b4- A New Refutation of Time and Space<\/em> (Pendulum Records, 1993) eine Klang\u00e4sthetik, die eine neue Gruppe afro-amerikanischer HipHopper ansprechen sollte: Intellektuell, poetisch, kritisch und afrozentriert. Textlich orientierten sich Digable Planets am \u201e<em>Marxismus, Existenzialismus und Themen wie den 1970er Blaxploitation Filmen und Jazz<\/em>\u201c (Williams, 2009).<\/p>\n<div>\n<object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"480\" height=\"364\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowScriptAccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.dailymotion.com\/swf\/x11n4j&amp;related=0\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"480\" height=\"364\" src=\"http:\/\/www.dailymotion.com\/swf\/x11n4j&amp;related=0\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Das Thema des Songs <em>Rebirth of the Slick (Cool like dat)<\/em> basiert dementsprechend auf einem Sample des Hard Bops. Basslinie und Bl\u00e4serthema sind Art Blakeys <em>Stretchin\u00b4<\/em> entliehen. Die Bongokl\u00e4nge kommen von den Politaktivisten The Last Poets aus dem St\u00fcck <em>On the Subway<\/em> (The Last Poets, 1970). Im Gegensatz zu der Arbeitsweise von Easy Mo Bee auf <em>Doo-Bop<\/em> benutzen Digable Planets auch Drumsamples. F\u00fcr dieses St\u00fcck wurde ein viertaktiges Schlagzeugsample der Soulband 24 Carat Black aus dem St\u00fcck <em>Foodstamps<\/em> von 1973 (Stax Records). Lediglich eine Synthesizerlinie und ein Schnipsen auf die gerade Z\u00e4hlzeit wurden von der Formation zu dem Instrumentalst\u00fcck beigetragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Aufbau des 108-taktigen St\u00fcckes ist relativ einfach. Nach einem 16-taktigen Intro beginnt Butterfly mit seinem Rap. Er rappt \u00fcber ihren Einfluss von Jazz \u201e<em>The puba of the styles like miles and shit<\/em>\u201c und den daraus resultierenden Szeneausschluss: \u201e<em>Just sendin chunky rhythms right down ya block, We be to rap what key be to lock, But I&#8217;m cool like dat<\/em>\u201c. An der Sprache ist auch klar eine Orientierung an afrikanische Dialekte zu h\u00f6ren. \u201eTh\u201c wird zu \u201eD\u201c, also That zu Dat. Auch das \u201eWe be to\u201c ist eine kreolische M\u00f6glichkeit der Satzstellung. Als Refrain dient die Wiederholung der Phrase \u201e<em>Cool like dat<\/em>\u201c f\u00fcr vier Takte. Es folgt der Rapteil von Ladybug und nach einem achttaktigen Break rappt das dritte Mitglied Doodlebug. Der Endteil besteht aus einem wechselseitigen Wiederholen des Refrains, welcher mit einen Fade Out endet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/04.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-304\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/04-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/05.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-305\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/05-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/06.jpg\" rel=\"lightbox[293]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-306\" title=\"Hausarbeit Jazz Rap\" src=\"http:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/06-100x100.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4 Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jazz-Rap als Stil zu definieren gestaltet sich sehr schwierig, da dieser Begriff nicht von den Musikern des Genres gepr\u00e4gt wurde, sondern von der Plattenindustrie und dem Musikjournalismus. Man kann aber schon sagen, dass es eine Zeit gab, in der sich Jazzmusik und HipHop stark beeinflusst haben. So suchten Jazzmusiker wie Miles Davis, Branford Marsalis und Herbie Hancock nach neuen Wegen der Ausdrucksm\u00f6glichkeiten. HipHop K\u00fcnstler wie A Tribe Called Quest, Gang Starr oder Digable Planets wiederum fanden in den alten Platten der Jazzmusik Samplematerial, welches eine neue \u00c4sthetik des HipHops definierte. Auch der klare Bezug auf die afrikanischen Wurzeln sollte neue politische, poetische und \u00e4sthetische Aspekte in den HipHop bringen. Inwieweit dies gegl\u00fcckt ist, kann diese Arbeit nicht beantworten. Aber diese Versuche hatten insofern einen Einfluss, als dass es immer noch K\u00fcnstler gibt, die\u00a0 Elemente aus Jazz und HipHop verbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Diskurs, ob HipHop nun der neue Jazz sei, ging interessanterweise fast ausschlie\u00dflich von Jazzseite aus. Provokante Aussagen von HipHop K\u00fcnstlern, wie A Tribe Called Quest, die behaupteten, dass HipHop der neue Bebop sei, traf anscheinend einen wunden Punkt im Jazz und l\u00f6ste eine fl\u00e4chendeckende Diskussion in der Jazzszene aus. Die HipHop K\u00fcnstler auf der anderen Seite hatten anscheinend nie diesen Anspruch und brauchten das Label Jazz-Rap nicht. F\u00fcr sie war ihre Musik HipHop mit Jazzeinfl\u00fcssen. Inwieweit also eine Genrebezeichnung in dieser pluralistischen Welt von heute aktuell und wichtig sei, bleibt dem Leser \u00fcberlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5 Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Blount, Ericka (1998). <em>Where Jazz Meets Hip-Hop<\/em>. In: JazzTimes, April 1998<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Conyers, James (2001). <em>African American Jazz and Rap: Social and Philosophical Examinations of Black Expressive Behaviour<\/em>. Jefferson: McFarland<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cole, George (2007). <em>The Last Miles: The Music of Miles Davis, 1980-1991<\/em>. Michigan: University of Michigan Press<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cooke, Mervyn &amp; Horn, David (2002). <em>The Cambridge Companion to Jazz<\/em>. Cambridge: Cambridge University Press<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hebdige, Dick (2004). <em>Rap and Hip-Hop: The New York Connection<\/em>. In: Forman, Murray &amp; Neal, Mark Anthony:\u00a0<em> That\u00b4s the Joint!<\/em>. New York: Routledge<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kage, Jan (2004). <em>American Rap: US-HipHop und Identit\u00e4t<\/em>. Mainz: Ventil<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Robbins, Ira (1997). <em>The Trouser Press Guide to 90s Rock<\/em>. New York: Fireside<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Toop, David (1992). <em>Rap Attack<\/em>. St. Andr\u00e4-W\u00f6rdern: Hannibal<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Internet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Harrington, Richard (2005). <em>For Digable Planets, a New World Order<\/em>. URL &lt;http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2005\/06\/30\/AR2005063000596.html&gt; [Zugriff am 26.11.2009]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jones, Chris (2007). <em>Jazz hip hop comes of age on this near-perfect album<\/em>. URL &lt;http:\/\/www.bbc.co.uk\/music\/reviews\/w9rg&gt; [Zugriff am 26.11.2009]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Williams, Justin (2009). <em>Beats and Flows: A Response to Kyle Adams, Aspects of the Music\/Text Relationship in Rap.<\/em> In: Music Theory Online, Volume 15, Number 2. <br \/>\n URL&lt;http:\/\/mto.societymusictheory.org\/issues\/mto.09.15.2\/mto.09.15.2.williams.html&gt; [Zugriff am 27.11.2009]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 1 Einleitung Die vorliegende Arbeit untersucht das Ph\u00e4nomen Jazz-Rap, welches Ende der 1980er Jahre begann. Dabei wird auf die geschichtlichen, \u00e4sthetischen und gesellschaftlichen Ereignisse&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[47],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/293"}],"collection":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=293"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":662,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions\/662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nilsnordmann.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}