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Classic Album Review

In Zeiten, in denen alles neu und hip sein muss und die Medien ein Tempo vorlegen, dass jenseits von Gut und Böse liegt – in solchen Zeiten möchte ich die Notbremse ziehen, einen Gang zurückschalten und mich aufs Wesentliche konzentrieren; eine Rubrik schaffen, in der in jeder Ausgabe ein von mir subjektiv ausgesuchter Meilenstein der Musikgeschichte vorgestellt wird. Wir fangen an mit:

BEACH BOYS – PET SOUNDS (1966)

Als ich vor ca. 2 Jahren meinen Kumpel Thomas Reinke nach seinem Lieblingsalbum aller Zeiten fragte, antwortete er ohne zu überlegen: „Pet Sounds von den Beach Boys !“

„Beach Boys ?“, dachte ich, „die sind mir irgendwie zu fröhlich, um so etwas zu behaupten….“. Da ich aber nicht an der Kompetenz des ehemaligen Plattenverkäufers Thomas zweifeln wollte, befasste ich mich gründlich mit diesem Album, allein schon aus dem Grund, weil es mindestens zu 75 % in jeder Top 5 Liste auftauchte.

Meine hohen Erwartungen wurden keinesfalls enttäuscht und ich war überrascht von den orchestral-poppigen Songs, mit den vielen Feinheiten, die man erst bei intensiverem Hinhören wahrnimmt. Die versteckte Melancholie gepaart mit den aufwendig arrangierten Gesangslinien garantieren Gänsehaut-Feeling. Trotzdem war dieses Album zu seiner Zeit ein Flop – die Songs waren den Fans zu innovativ, zu künstlerisch, denn Pop-Visionär Brian Wilson hat diesen Klassiker in einer Zeit komponiert, in der LP´s mehr als Single Kollektion dienten und nicht konzeptionell gestaltet wurden. Desweiteren wurde dieses Album von den Strandjungen selbst produziert, was auch untypisch für diese Zeit war und sogar die Beatles für ihr legänderes „Sgt. Pepper“ Album beeinflusste. Songs wie „Wouldn´t it be nice“ oder „God only knows“ haben Jahrzehnte überlebt und zählen noch heute zu den Lieblingsstücken vieler Musiker, weshalb ich dem geneigten Leser dieses Album wärmstens ans Herz lege.

 

THE CURE – PORNOGRAPHY (1982)

Es ist Sonntag und es läuft Top Of The Pops im Fernsehen. Ein auf Koks hängender junger und stylisher Moderator kündigt irgendwelche miesen Chartbands an – langweilig. Doch plötzlich nimmt die Sendung eine Wendung und ich reagiere wie ein 14-jähriger als meine Jugendhelden The Cure angekündigt werden – ein super Song von einer super Band. In diesem Zuge werde ich quasi gezwungen ein Review über diese Band zu schreiben, aber welches Album sollte ich mir vornehmen ? Die Sache war dann relativ klar und ich entschloss mich ihr 4tes, düsteres und nihilistisches Album „Pornography“ zu reviewen. 1982 war das Jahr, wo die Band ihren Tiefpunkt erreichte – Drogensucht und Streit hatten die Band entzweit, was man auch in den morbiden Texten wiederfindet. „It doesn´t matter if we all die“ – mit diesen Worten beginnt das Album und diese Stimmung zieht sich durch das ganze Album. Die Songs glänzen durch monotonen Minimalismus,  prägnante Basslinien, Drumcomputer ähnliche Schlagzeugrhythmen und seltsam ruhigen und introvertierten Gesang eines Robert Smith, der die Hoffnungslosigkeit einer ganzen Generation auf den Schultern zu tragen scheint. Dieses Album ist zwar sehr düster, aber trotzdem sehr zeitlos und beeinflusst nach wie vor Bands von heute. Wer eine Band wie The Rapture mag, sollte sich dieses Album auf jeden Fall mal anhören.

(Erschienen in Rocknews)

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